Was für ein August war das diesmal. Ursprünglich wollten wir beide den ganzen August über in Wien Urlaub machen, Freunde und Familie besuchen. Dann kam aber alles anders. Kein Urlaub, dafür gibt es aber jetzt diese Katzenseite oder diesen Katzenblog. Wie das kam? In diesem Artikel steht alles!

Opala, eine unserer Katzen, hatte drei Tage vor unserer Abreise ein eitriges Maul und wir führen zum Tierarzt. Wir dachten ursprünglich, Sie hätte auf etwas Scharfes gebissen und die Wunde hätte sich entzündet. Bei Freigängern am Land kann das schon Mal passieren. Der Tierarzt sah sich die Sache an und wurde sehr ernst. Er meinte, das könne auch ein größeres Problem sein, er würde gerne einige Tests machen. Er würde sich wundern, dass Opala vor einigen Monaten ebenfalls mit einer eitrigen Entzündung in der Klinik war. Daher müsse er einige Dinge überprüfen, das würde aber einige Zeit dauern. Wir könnten aber trotzdem auf Urlaub gehen und Opala nach den Tests in eine Tierpension geben. Außerdem würde er gerne den Impfpass der Katze sehen.

OK, wir zeigten ihm den Impfpass und er wurde noch ernster. Keine Leukose-Impfung meinte er… Sehr ungünstig… Wir riefen bei unserem anderen Tierarzt an, der seine Klinik in dem Ort hat, in dem wir wohnen, also in Ponte de Sor. (Also tiefste Provinz, mitten im Nirgendwo Portugals). Der andere Tierarzt meinte: Leukose? Nö, vergesst das. Das will hier keiner haben, das zahlt mir hier keiner.

Ab jetzt wurde es dann hektisch. wir sahen noch schnell im Internet nach, wie das denn wirklich wäre, mit der Leukose, kramten alle Impfpässe raus und stellten fest, dass der lokale Tierarzt tatsächlich seit Jahren alle Impfungen durchführt, nur die gegen Leukose eben nicht. Also packten wir sechs potentiell betroffene Tiere ins Auto und fuhren zum „guten Tierarzt“. Den Urlaub verschoben wir lieber gleich großzügig auf Weihnachten und wir stürzten uns in das Leukose-Abenteuer.

Opala war inzwischen stationär beim Tierarzt aufgenommen worden, ganz offensichtlich kämpfte sie inzwischen mit dem Tod. Der Tierarzt meinte, sie hätte keine sehr hohen Chancen… Er riet – neben anderen Behandlungen – dringend zu einer Bluttransfusion von einer gesunden, jungen Katze. OK, leicht gesagt, schwer getan. Alle jungen Katzen hatten keine Impfung und waren potentiell gefährdet das Leukose-Virus selbst zu haben.

Zunächst mal hieß es also: Alle Tiere, die in Frage kamen, durchtesten. Dann die Bluttransfusion machen (Caramel war die „glückliche“, die das Blut spenden durfte). Dann warten… Opala war nach der Transfusion in recht stabilem Zustand und konnte nach drei Tagen die Klinik verlassen. Wir mussten aber jeden Morgen mit ihr zum Arzt fahren, damit er die weitere Behandlung vornehmen konnte. Wow, ein gelungener Urlaub!

OK. Inzwischen – nach immerhin vier Wochen – ist die Situation etwas besser, aber die Gefahr ist noch lange nicht vorüber. Opala ist stabil, die Infektion heilt aber nur sehr langsam. Und weil ich so viel im Web recherchiert, gelesen und gesehen habe, habe ich beschlossen auch einen Katzenblog zu machen. OK, ich bin Webdesigner, insoferne ist das für mich nichts volllkommen Neues. 😉 Aber immerhin. Einen Urlaub stelle ich mir anders vor. 😉 OK, macht nichts. Dafür gibt es jetzt eben diesen Blog. Auch gut!

EDIT: Inzwischen – ca. zwei Monate später – ist alles ganz anders. Opala ist leider vor ca. einer Woche verstorben. 🙁 🙁 🙁 Der Blog bleibt aber.

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