Viele Menschen fragen sich was eigentlich die richtige Haustierkost für die Katze ist. Die einschlägigen Internetforen sind voll mit Fragen rund um dieses Thema, auch wir – mit unseren vielen Katzen – stehen vor dieser Frage: Was soll man füttern? Daher gehts jetzt mal um dieses interessante Thema.

Also: Was soll man füttern? Rohes Fleisch in Kombination mit diversen Ergänzungen (also barfen), Trockenfutter, Dosenfutter… Welche Nahrungsmittel sind optimal und ausgewogen als Haustierkost für die Katze? Welche Produzenten sehen die Katzen als Endlagerstätten für diverse Pharmazeutica und welche Produzenten bieten wirklich hochwertiges Futter?

OK. Gehen wir die Sache systematisch an: Fragen wir einen Tierarzt. Der sollte es schließlich wissen. Wir haben das gemacht und auch eine Antwort erhalten. Dummer Weise haben wir auch einen zweiten Tierart gefragt und eine andere Antwort erhalten. Und da wir durch die widersprüchlichen Antworten verwirrt waren, haben wir einen dritten Tierarzt gefragt und eine dritte, abweichende Antwort erhalten. Nach dem fünften Tierarzt hatten wir bereits sieben Meinungen. Daher haben wir beschlossen das Thema anders anzugehen. Wir haben den Hausverstand gefragt, Bücher zum Thema Haustierkost gelesen und unsere Katzten beobachtet.

Also zunächst mal die Beobachtung: Als uns Spok zugelaufen ist, war er ein Strassenkater, der – das wussten wir damals aber noch nicht – ca. ein Jahr alt war. Er hatte hässlches Fell, war aufgedunsen… Wir dachten, er wäre eine alte Katze und wollten ihm einen schönen Lebensabend gönnen. Nach ein paar Monaten Fütterung mit dem Trockenfutter, das unser Tierarzt empfohlen hatte, hatte er glänzendes Fell, war schlank und bei einem der Termine beim Tierarzt meinte der Arzt, dass Spok wahrscheinlich etwas über ein Jahr alt wäre. UPS… Ich sag jetzt besser nichts… 😉

Andererseits: Ein Blick in das Buch „Katzen würden Mäuse kaufen“ von Hans-Ulrich Grimme zeigt, dass unser Trockenfutter oder andere fertige Haustierkost gar nicht so dolle ist, wie man an dem oben beschrieben Beispiel eventuell ablesen könnte.

Aber: Barfen ist toll! Barfen ist die Gabe von Nahrungsmitteln, wie sie die Katze in der Natur findet. Also so ca. das was ihrem Naturell entspricht. Da Katzenbesitzer, die gerne barfen wollen, nicht Mäuse fangen werden und die dann ihrer Katze vorsetzen (… ein origineller Gedanke übrigens… 😉 ) nutzt man beim Barfen andere Fleichsorten und ergänzt dann noch mit diversen Nahrungsergänzungsmitteln.

Einspruch! Hm. Carla ist Biologin. Sie weiss etwas, was eigentlich relativ verbreitetes Wissen ist, aber es wird nicht so oft ausgesprochen: Die Lebenserwartung des Menschen im Laufe der Geschichte steht SIGNIFIKANT im Zusammenhang mit der Nutzung des Feuers. Gekochtes Essen hat die Lebenserwartung extrem erhöht. Auch die TCM (Traditionalle Chinesische Medizin) weiss das: In der TCM wird nur wenig Rohes gegessen. Die rohen Nahrungsmittel haben zwar sehr viel mehr Vitamine als die Gekochten, das Verdauungssystem kann sie aber nicht nutzen. Die wenigen Vitamine, die nach dem Erhitzen der Nahrung übrigbleiben, sind effizienter als die vielen, die nicht genutzt werden können.

Fazit? Bleibt Kochen für die Katze als Mittel der Wahl? Womöglich für jede Katzte – ja nach Geschlecht, Alter etc. ein anderes Rezept? Puh, wir haben ca. 9 Katzen! Ein Albtraum.

Also doch der Hausverstand: Der Hausverstand sagt uns, dass prinzipiell ein Unterschied besteht zwischen einem rüstigen Rentner/ Pensionist dem die Hauskatze das Leben versüsst und einer alleinerziehenden Mutter, die neben ihren drei Kindern und den beiden Meerscheinchen auch noch drei Katzen versoren muss und nebenbei arbeiten gehen soll. Weiters sagt uns der Hausverstand, dass die hochwerige, teure Haustierkost, die die Tierärzte empfehlen, ja vielleicht doch relativ OK sein wird. Besser vielleicht als irgendein Schrott um 0,99 aus dem Supermarkt. Vielleicht nicht perfekt, aber relativ OK. Das Beispiel von Spok hat es uns ja gezeigt.

Da wir also nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung haben und trotzdem gute Ernährungsqualität haben wollen, barfen wir (derzeit) nicht, sondern geben unseren Katzen ein hochwertiges (und leider sauteures) Trockenfutter, das der Tierarzt empfohlen hat. Das kann sich aber ändern.

Was ist eure Erfahrung mit der Fütterung? Wie ernährt ihr eure Katzen?

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